Die Brille des Mitarbeiters aus der Qualitätskontrolle kommt so wohl voraussichtlich nicht mehr in Mode :-). Aber 1977 waren Ascona und Manta die zuverlässigsten Fahrzeuge auf Deutschlands Straßen
Links: Einer der langen Spezialtrans-portzüge der Bundesbahn beim Ver-lassen des Opel-Verladebahnhofs in
Rüsselsheim. |
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DAS SICHERE AUTO
Geprüfte Produktqualität
Wenn ein neues Modell in Serie geht, ist der erzielbare tech-nische Stand erreicht. Daß er fertigungsmäßig gehalten wird, dafür sorgt eine Abteilung, die jeden 9. Mitarbeiter im Produktionsbereich stellt: die „‚Qualitätsförderung und Inspektion’’.
Ihre Aufgaben sind umfassend: Kontrollen
vom Wareneingang über Fertigung und Montage bis hin zur Endabnahme; Ver-bindungen zu Einrichtungen des
Kundendienstes, des Design, der Kontruktion und zu den Lieferanten. Autoteile, die für die Verkehrssicherheit wichtig sind, unterliegen besonders hohen Anforderungen.
Im TÜV-Auto-Report 1978 wurde bestätigt, daß Opel-Automobile zu den besten überhaupt
gehören. Bei den insge-samt 6,4 Millionen TÜV-Prüfungen des Jahres 1977 erwiesen sich Ascona und Manta sogar als die verkehrssichersten Wagen auf dem deutschen Markt. Auch die ADAC-Pannen-
statistik belegt, daß Opel-Fahrzeuge zu den zuverlässigsten zählen. Auf dem oberen Bild ein Beispiel für überragende Zuverlässigkeit: Kein Bauelement darf im Fahrbetrieb versagen! Besonders hoch beanspruchte Teile werden deshalb geschmiedet: Tragrohre, Achsschenkel, Achswellen, Lenkhebel, Stabilisatoren und viele andere. Jedes fertige Schmiedestück muß zur Kontrolle.
Prüfpunkte sind: Maßhaltigkeit, Festigkeit, Rißfreiheit und Reinheit von Fremd-material-Einschlüssen. Im Bild die Achsschenkel-Rißprüfung unter UV-Licht, das auch feinste Risse und Materialüberlappungen sichtbar macht.
Auf dem zweiten Bild ein Beispiel aus der Endkontrolle. Wichtige Punkte auf der
Prüfliste für fertige Wagen: Fahrt auf dem Rollenprüfstand, Kontrolle aller Fahrzeugfunktionen, Brems- und Abgastest, Scheinwerfer und Vorspur einstellen, Sichtkontrolle.
KFZ-TECHNIK
Höhenregulierungen = Fahren mit Niveau
Ob ein Wagen über eine Bodenwelle fährt, oder ob jemand einen Zementsack in den Kofferraum wuchtet, die Fahrzeugfedern reagieren in bei-den Fällen gleich: sie drücken sich zusammen. Was beim Verarbeiten der Bodenwelle als Fahr-komfort durchaus erwünscht ist, kann sich bei der erhöhten Kofferraumlast als echter Nachteil erweisen. Das Wagenheck hängt „bleibend’’ nach unten. Die Folgen: die Scheinwerfer strah-len den Himmel und den Gegenverkehr an. Die Bodenfreiheit ist stark reduziert, und bei Pendel- oder Schräglenkerhinterachsen ist die Radstel-lung oft mit X-Beinen zu vergleichen. Neben der entschwundenen schönen Heckansicht kom-men außerdem noch die sich auf den Innen-kanten verschleißenden Hinterreifen. Da über-dies der größte Teil des möglichen Federwegs durch die statische Vorlast schon verbraucht ist, werden den Insassen die Anschlagpuffer weder mechanisch noch akustisch verborgen bleiben.
Einfach, aber wirkungsvoll
Kein Wunder, daß rührige Erfinder auf Abhilfe sannen. Da gab es Zusatzfedern in Form von soliden Gummibällen, die zwischen den Win-dungen der Schraubenfedern eingeklemmt, die schlimmsten Puffereinsätze verhinderten. Die Montage sowie die Feinabstimmung des not-wendigen Luftdrucks waren indes nicht frei von Problemen. So bestand weiter Bedarf an ele-ganteren Lösungen. Diese gibt es heute in zweierlei Ausführungen. In beiden Fällen werden als Zusatzfedern die Stoßdämpfer der Hinterachse verwendet. Um dieser zusätzlichen Aufgabe gewachsen zu sein, bedurften sie einer leichten Umkonstruktion: Sie wurden um einen Gummibalg bereichert, der die an Achse und Aufbau befestigten Stoßdämpferteile luftdicht
miteinander verbindet. Wird nun Druckluft in dieses Zusatz-System eingeblasen, drückt sich der Stoßdämpfer auseinander und hebt das Wagenheck
hoch. Einfach, aber wirkungsvoll. Bleibt nur die Frage, wie die Luft in den Balg kommt.
Entweder manuell...
In der einfacheren Ausführung der Höhen-regulierung führt ein dünner Druckschlauch von den Stoßdämpfern zu einem leicht erreichbaren Ventil, zum Beispiel im Kofferraum. Hier kann die Druckluft an
jeder Tankstelle eingeblasen werden, mit den gleichen Handgriffen und so einfach wie beim Reifenaufpumpen. Das Wagenheck hebt sich dann und bleibt so lange "geliftet", bis die Luft nach Bedarf
wieder abgelassen wird. Etwas Luft muß übrigens immer im System bleiben (ca. 0,8 bar Über-druck), damit die Gummibalgwände bei den normalen Federungsbewegungen nicht an-einander reiben. Soweit
die manuell einstellbare Höhenregulierung, die ab Werk auf Wunsch recht preiswert in Neuwagen eingebaut werden kann, zur Zeit für etwa
130 DM. Für diejenigen, die von Luftzapfsäulen unabhängig bleiben möchten, gibt es als Opel-Ersatzteil noch einen Mini-Elektrokompressor, der, vom Zigarrenan-zünder gespeist, neben dem Manuallift
auch Reifen oder Luftmatratzen füllen kann.
... aber auch automatisch
Wem dagegen die Handarbeit beim Aufpusten zu umständlich ist, der kann es gegen Aufpreis (Senator/Monza ca. 650,-- DM) auch automa-tisch erledigt bekommen. Hierbei registriert ein Sensor den
Abstand von Hinterachse zu Karos-
serie und schaltet, sobald ein bestimmter Wert unterschritten wird, einen kleinen Elektrokom-pressor ein, der die Luftbälge füllt. Damit dies
nicht bei jeder der von schlechten Straßen verursachten Federbewegung geschieht, ist eine elektronische Verzögerungsschaltung ein-gebaut. Erst wenn die Ein-federung etwa eine halbe Minute
andauert, wird der Kompressor eingeschaltet. Die Automatik wirkt also nur bei Beladungsveränderungen der Hinterachse.
Vorteile offensichtlich
Die Vorteile der Höhenregulierung - manuell oder automatisch - sind offensichtlich. Auch bei voller Zuladung steht der Wagen gut da. Die Scheinwerfer strahlen korrekt, die Bodenfreiheit ist
wieder gesichert, die Reifenkanten werden geschont. Besonders die Caravan-Fahrer kön-nen sich freuen: die Anhängerdeichsel steht waagerecht, ohne daß härtere Federn einge-baut werden mußten,
deren Komfortver-schlechterung immer zu spüren ist, besonders bei geringer Zuladung. Die Höhenregulierung dagegen wirkt nur federerhärtend, wenn sie tatsächlich gebraucht wird. Eine praktische
Sache also.
Kein Freibrief zum Überladen
Nur eines ist die Höhenregulierung auf keinen Fall: Ein Freibrief zum Überladen des Fahr-zeugs. Zwar kann das Wagenheck hochgehal-ten werden, die Tragfähigkeit der Reifen ist je-doch nach wie vor
begrenzt. Für alle, die ihren Wagen beladen, aber nicht überladen wollen, ist sie ein durchaus sinnvolles Zubehör, vor allem für Anhängerbetrieb. Und, besonders in der ma-nuellen Ausführung, gar
nicht einmal teuer. P.Kr.
Mit den Werksschutzleuten unterwegs
Vielseitige Aufgaben im Dienst der Sicherheit des Unternehmens und der Belegschaft
Alle Abteilungen unseres Unternehmens haben ihre besonderen, nur ihnen übertragenen Aufgaben zu erfüllen. Das gilt auch für den Werks-chutz. Er ist Teil des Ganzen, ebenso notwendig wie jeder andere Arbeits-bereich. Aufgaben, die er im Betrieb hat, erledigen im öffentlichen Leben, beispielsweise bei Kommunen, Ländern und Bund, die für die öffentliche Sicherheit zuständigen Stellen. Man kann eben - um nur ein Beispiel zu nennen - nicht ungefragt und unangemeldet überall ein- und ausgehen. Das ist in der ganzen Welt so. Über die Notwendigkeit von Kontrollen, Objektsicherungen usw. sollte es keine Diskussionen geben. Ohne Sicherungs- und Ordnungsdienste würden in nicht wenigen Bereichen schon bald Unordnung oder gefahrenträchtige Umstände entstehen, auch in einem Industrieunternehmen. Der allgemeine Schutz der Betriebs-einrichtungen und die Kontrollen an den Werkstoren sind unerläßlich und neben anderen Aufgaben dem Werkschutz übertragen. Von ihm handelt der folgende Bericht.
weilen vorkommt. Das aber bedeutet, daß jeder bemüht sein muß, sich in die Lage des anderen zu versetzen, was bei gegenseitigem Verständnis durch-aus möglich ist.
Kaufmännischer Kontrolldienst
Doch kehren wir zu den Aufgaben des Werkschutzes zurück, zu denen es auch gehört, alle Materialien, die ins Werk kommen oder es verlassen, ebenso einer Prüfung zu unterziehen wie alle
Versandfahrzeuge. Recht um-fangreich sind in diesem Zusammen-
welche, die davonliefen, wenn man sie unauffällig bat, in dem geschlossenen Raum die Tasche zu öffnen. Doch das sind Ausnahmen. Im großen und ganzen haben wir keine Schwierigkeiten bei den Kontrollen... .
Auf Streifendienst
Ein weiteres Kapitel ist der am Tage und
auch nachts stattfindende Streifen-dienst. Diese Kontrollgänge dienen dazu, Umstände, die die Ordnung und Sicherheit beeinträchtigen, zu erkennen und mit den betreffenden Abteilungen
Der Werkschutz übt seine Aufgaben im Rahmen der für jeden Mitarbeiter gülti-gen Gesetze unter Beachtung der Betr-iebsordnung und sonstiger
innerbetrieb-licher Vereinbarungen aus. Die Anforde-rungen an ihn sind im Laufe der Jahre mit dem Werk und neuen Aufgaben ge-wachsen, also mit den gestiegenen Be-schäftigtenzahlen, der
Erweiterung von Gebäuden, der Vermehrung von Ma-schinen und Anlagen. Um seine Aufga-ben erfüllen zu können, gliedert sich der Werkschutz in die Bereiche Portal- und Streifendienst, Kaufmännischer
Kontroll-dienst, Ermittlungsdienst, Verkehrsüber-wachung, Tagdienst und Sonderaufga-ben sowie Hundestaffel.
Notwendige Kontrollen
Beginnen wir mit den Personen- und Fahrzeugkontrollen an den Portalen, einem Dienst in Früh-, Spät- und Nacht-
schicht. Unaufgefordert, so steht es in der Betriebsordnung, soll der Werksaus-weis beim Betreten und Verlassen des Werkes vorgezeigt werden. Im Werk ist er ebenfalls stets mit sich zu führen,
damit man sich - wenn erforderlich - als Werksangehöriger ausweisen kann. Koffer, Kisten, Körbe und Pakete, mit denen manche Mitarbeiter das Werk betreten wollen, sind bis Arbeitsende dem
Werkschutz gegen Quittung zur Aufbewahrung abzugeben. Da privates Fotografieren und Filmen im Werk untersagt ist, sind Fotoapparate und Filmgeräte ebenfalls für die Dauer der Arbeitszeit
unaufgefordert an den Porta-len zu hinterlegen. Auch die gelegent-
lichen Taschenkontrollen sind nicht persönlich zu nehmen; sie sind nichts anderes als eine vorbeugende Maßnahme.
Schutz von Geschäftsgeheimnissen
Bei diesen Kontrollen geht es keines-wegs nur um die mögliche Mitnahme von Werkseigentum oder Eigentum von Kollegen, sondern auch um den Schutz von Geschäfts- und Betriebsgeheim-nissen. Vor
einiger Zeit wurde bei einer dieser Stichproben zufällig entdeckt, daß vertrauliches Material, vor allem technischer Art, nach draußen mitge-nommen werden sollte. Gerade der Industriespionage
gilt es im Interesse unserer Wettbewerbsfähigkeit möglichst jede Chance zu nehmen. Deshalb dürfte die Notwendigkeit solcher Kontrollen verständlich sein, zumal sich ihnen auch die Vorgesetzten in
Stichproben unter-ziehen müssen.
Kollegen und keine ‚‚Bullen’’
In diesem Zusammenhang muß wieder einmal gesagt werden, daß jeder Ange-hörige des Werkschutzes in der Aus-übung seiner Aufgaben als Kollege handelt. Er ist gehalten, trotz aller not-wendigen
Bestimmtheit, die mitunter angezeigt ist, verbindlich zu bleiben. Diese Verbindlichkeit darf umgekehrt der Werkschutz von den angespro-chenen Mitarbeitern erwarten. Man sollte die Werkschutzleute
als Kollegen respektieren und sie nicht als „Bullen’’ abwerten und beleidigen, wie es zu-
hang die Aufgaben des kaufmännischen Kontrolldienstes, so daß sie hier nicht im
einzelnen behandelt werden können. Es liegt auf der Hand, daß Eigentum der Firma nur mit entsprechenden Passier-scheinen aus dem Werk gebracht
werden kann. Was die ein und aus-gehenden Materialsendungen anbe-langt, so müssen die ihnen beige-gebenen Begleitpapiere auf sachliche
Richtigkeit und Unterschriftsberechtig-ung überprüft und mit dem Material hinsichtlich Stückzahl und Anzahl der Packstücke verglichen werden. Allein an einem der großen Portale werden täg-lich
800 bis 1.000 Fahrzeuge abge-fertigt. Das gibt eine ungefähre Vor-stellung vom Umfang des Material-verkehrs. Gerade vom kaufmännischen Kontrolldienst wird eine Arbeit geleistet, die äußerste
Genauigkeit und Zuverläs-sigkeit erfordert.
Wie in einem Taubenschlag
Wer die Szene an manchen Portalen beobachtet, wird zuweilen an den Betrieb an Grenz- und Zollstellen erin-nert. An einem der Portale sagt uns ein Werkschutzmann: „Bereits von 7 bis 8.30 Uhr sind
hier gut und gern 150 Dienstwagen durchgefahren. Wenn man hier schon lange Dienst tut, kennt man die meisten Fahrer. Das erleichtert die Arbeit. Aber die Abteilungswagen wer-den ständig von
anderen Leuten ge-fahren, die man nicht kennt. Das erfordert natürlich mehr Zeitaufwand.’’ Drinnen sitzt sein Kollege vor dem Kontrollbuch. Er muß seine Augen über-
für Abhilfe zu sorgen. Wo Unregel-mäßigkeiten und anderes Auffallende zu bemerken sind
- man denke beispiels-weise an eine Öffnung in einem der Werkszäune, durch die Diebesgut aus dem Werk geschafft werden könnte -muß sofort Meldung erstattet werden.Trifft man während eines Streifenganges auf Personen, die sich nicht als Werksangehörige oder Be-sucher ausweisen können, so werden Sachverhalt und
Personalien geklärt. Bei den Rundgängen muß auch auf das Rauchverbot in gewissen Werksberei-chen geachtet werden. Ab und zu kommt es vor, daß Mitarbeiter unter Alkoholeinfluß stehen. Sie sind
dann eine Gefahr für sich und andere. Trifft man sie in diesem Zustand an, so werden sie zum Werksärztlichen Dienst gebracht.
Auch eine Hundestaffel
Der Streifendienst muß auch danach sehen, ob Türen und Fenster, vor allem in Büros, nachts geschlossen sind, sich keine Mängel an Heizungsanlagen zei-gen oder irgendwo unnötig Licht brennt.
Selbstverständlich ist das Augenmerk auch auf Feuerausbrüche, Wasserrohr-brüche, Gasrohrbrüche und andere Schäden zu richten, die in einem Großbetrieb immer wieder vorkommen können. Zum
Streifendienst gehört ebenfalls der Einsatz der Hundestaffel, insbesondere im Bereich der Abstell-plätze und entlang den Außenzäunen des 2,5 Millionen Quadratmeter großen Werksareals. Für die Betreuung und
Der Werksausweis soll beim Betreten und Verlassen des Werkes stets vorgezeigt werden. Hier bei der Ausweiskontrolle am Portal 20 Werkschutzmann Herbert Fuhrmann
Auch die in das Werk ein- und ausfahrenden Fahrzeuge werden regelmäßig kontrolliert, hier am Portal N 20 von Werkschutzmann G. Früh.
all haben. Seine Arbeit ist ständige Aufmerksamkeit. Der Schreibtisch ist mit vielen Scheinen übersät, Kontroll- und Passierbelegen. Ständig
kommen und gehen Leute. Es ist wie in einem Taubenschlag.
Spezielle Lehrgänge
„Unsere Arbeit hat sich in den letzten Jahren stark vermehrt’’, meint der Werkschutzmann. ‚Sehen Sie da drau-ßen, fast zur gleichen Zeit, drei Wagen raus, vier rein.” Auf unsere diesbezüg-liche
Frage meint er: „Zweifellos hat sich das Verhältnis zwischen Werk-schutz und Belegschaft in den letzten Jahren verbessert.” Das sei, wie wir hören, nicht zuletzt darauf zurück-zuführen, daß seit
einigen Jahren externe Werkschutzlehrgänge durchge-führt würden. Teilnehmer dieser Lehr-gänge hätten die Möglichkeit, vor der Industrie- und Handelskammer eine Prüfung
abzulegen. Erst nach bestan-dener Prüfung seien sie Werkschutz-fachkräfte.
Keine Schwierigkeiten
Auf die Frage nach den Taschenkon-trollen antwortet der Werkschutzmann: „Keinem Menschen ist es wohl ange-nehm, wenn er kontrolliert wird. Die meisten Kollegen sehen die Notwen-digkeit aber ein,
vor allem, wenn sie sich bewußt machen, daß das nicht gezielt, sondern stichprobenartig ge-schieht, also nicht persönlich zu nehmen ist. Aber es gab auch schon
Ausbildung der Hunde sowie für die Instandhaltung der Zwinger ist der Grup-penführer der Hundestaffel verantwort-lich.
Mitunter wird provoziert
Ein junger Mitarbeiter, noch nicht lange beim Werkschutz, war sehr betroffen, als er während eines Streifenganges seine ersten Erfahrungen im K 40 machte: „Als wir, mein Kollege und ich, das
Gebäude betraten, schallten uns Rufe wie ‚Achtung, die Grünen kom-men!’ entgegen. Vereinzelt waren auch Pfiffe zu hören." Solche Reaktionen könne man bei Streifengängen oft erle-ben. Inzwischen
ist dem jungen Mann klar geworden, daß sie in vielen Fällen nicht ernstzunehmen sind. Für die meisten, die sich da „produzieren’’, ist es nur ein Jux. Andere hingegen wollen provozieren. Aber die
Mitarbeiter des Werkschutzes lassen sich darauf nicht ein. Und das ist gut so. Denn Werk-sangehörige, die sich bei dieser Ge-legenheit auf solche Weise bemerkbar machen, sind eine Minderheit.
„Man muß’, so der Werkschutzmann, „einfach darüber hinwegsehen."
Rauchen trotz Verbots
Doch man kann bei Streifengängen noch andere Beobachtungen machen. Hier und da sind Notausgänge durch abgestelltes Material blockiert. Dann wird sofort veranlaßt, daß sie frei gemacht werden. Ein
anderes Problem ist das Rauchen in den Rauchverbots-
Kaufmännischer Kontrolldienst der Versandfahrzeuge mit den Werkschutzmitarbeitern A. Habauer (linkes Bild) und W. Roth: Fahrzeuge und Zubehör müssen mit den Angaben und Daten in den Versandpapieren übereinstimmen.
zonen. Immer wieder wird beobachtet, wie am Rande einer Abteilung mit Rauchverbot ein Mitarbeiter seine Zigarette beim Herannahen der Streife
verlegen ausdrückt. Woanders raucht man in der Pause auf der mit Kippen besäten Treppe, obwohl hier ein separater Raucherraum zur Verfügung steht. Allzu gerne wird die Gefahr hierbei übersehen.
Schäden in Millio--nenhöhe entstehen unserer Wirtschaft
jährlich durch achtloses Rauchen an besonders brandempfindlichen Orten.
Eine heikle Sache
Eine heikle Sache für den Streifendienst
ist die gelegentlich notwendige Auffor-derung an die Kollegen, die Wasch-räume außerhalb der üblichen Zeiten ohne triftige Gründe nicht zu betreten. Häufig kommen Spindeinbrüche,
also
Diebstähle an Kollegen vor, und wer dann zu der fraglichen Zeit im Waschraum war, kann leicht in Verdacht geraten. Das ist der Grund für diese Bitte. Keineswegs ist es die Aufgabe des Werkschutzes, Mitarbeiter, die sich zufällig im Waschraum aufhalten, an ihre Arbeit zu beordern. Aber das sind nur einige der vielen Dinge, mit denen die Streifengänger täglich konfrontiert werden.
Aufgaben des Ermittlungsdienstes
Es liegt nahe, daß es in einem Werk, das nach der Beschäftigtenzahl mit einer mittelgroßen Stadt vergleichbar ist, immer wieder zu strafbaren Hand-lungen, meist Eigentumsdelikten, kommt, die der Aufklärung bedürfen. In diesem Falle schaltet sich
der Ermittlungsdienst des Werkschutzes ein, in dem oft so etwas wie eine
Der Werkschutzmann L. Bischoff mit den Schäferhunden Arras und Marko aus dem Zwinger der Hundestaffel des Werkschutzes während eines Kontrollganges auf einem der riesigen Fahrzeugabstellplätze. Gerade hier und vor allem nachts ist dabei das Mitführen der Hunde dringend geboten. Die Rüsselsheimer Hundestaffel besteht aus elf Hunden.
Mitarbeiter P. Veverka während eines
Streifenganges durch die Werkhallen. Hier prüft er gerade den Schlüssel-kasten an einem der Notausgänge.
„betriebliche Kriminalpolizei” gesehen wird. Aber diese Annahme geht an den Tatsachen vorbei, denn der Ermittlungs-dienst maßt sich keine
polizeilichen Ein-griffsbefugnisse an. In sein Aufgabenge-biet fallen vor allem Verstöße gegen die Betriebsordnung. Die Befragung ver-
an bestimmten Straßenstellen.
Auch der ruhende Verkehr
Besondere Aufmerksamkeit gilt auch dem ruhenden Verkehr, sofern er den fließenden behindert oder in Gefahr
bringt. Vor einem Problem steht die Verkehrsüberwachung immer wieder: In einem Großbetrieb werden aus Raum-not, vielfach auch aus Unbedacht, aller-lei Materialien an den ungeeignetsten Stellen abgestellt, wodurch für den flies-senden Verkehr
mitunter erhebliche Gefahren entstehen. Auch hier hat die Verkehrsüberwachung einzugreifen. Ei-nen kleinen Einblick in die Praxis erhält man, wenn man an einer Verkehrs-überwachungsfahrt durch
das Werks-gelände teilnimmt. Da ist man einem Raser auf der Spur, dort einem Lkw-Fahrer, der mit offener Ladeklappe von einer Abladestelle zu einer anderen fährt. Immer wieder stößt man auch auf
Disziplinlosigkeiten oder besser gesagt mangelnde Rücksichtnahme gegenüber den Mitparkern auf den Parkplätzen. Schwerbehinderten-Parkplätze werden häufig von Leuten benutzt, die dazu nicht befugt
sind.
Aufnahme von Unfällen
„Manchmal”, berichtet ein Mitarbeiter der Verkehrsüberwachung, „waren wir schon Drohungen ausgesetzt, wenn wir
auf falsches Parken aufmerksam mach-ten. Sind es nur ein, zwei Leute, zeigen
sie sich meist vernünftig, sind sie aber in einer Gruppe, dann wird geschimpft, ja zuweilen bietet man uns sogar Schlä-
ge an, wenn wir sie auf ein verkehrs-widriges Verhalten aufmerksam ma-chen.” 1978 habe es im
Werksbereich einschließlich der Parkplätze 236 Verkehrsunfälle gegeben, hörten wir weiter, aber auch schon 300 in einem Jahr. Von jedem Unfall wird eine Skizze angefertigt. Wenn die
Unfall-beteiligten es wollen und keine Einigung zustande kommt, wird die Polizei hinzugezogen. Übrigens: Im Winter gibt es weniger Unfälle als im Sommer.
Auch für Katastrophenfälle
Schließlich hat der Werkschutz auch für Katastrophenfälle bereit zu sein. Dazu gehören vorbeugende Maßnahmen für Menschen und Material. Das bedingt eine enge Zu-sammenarbeit mit
der Werksfeuer-wehr und der Abteilung Arbeits-sicherheit. Aus diesem Grunde werden Werkschutzmitarbeiter auch zu Hilfsfeuerwehrkräften ausgebildet. - Man erkennt daran und den an-deren hier nur
kurz und nicht voll-ständig skizzierten Aufgaben den ganzen Umfang und die vielfältige Verästelung der Werkschutzarbeit, die auf einigen Sektoren rund um die Uhr getan werden muß. Sie erfordert
Pflichtbewußtsein, Zuverlässigkeit und Dienstfreudigkeit. Wer einmal ein wenig in das
Getriebe dieser Arbeit
Mitarbeiter H. Gergen während einer morgendlichen Verkehrskontrolle bei der Einfahrt zu den Parkplätzen nach der neuen Parkplatzregelung im N-Bereich.
hineingesehen hat, gewinnt vom Werkschutz ein anderes Bild, als er es als Außenstehender oft oberfläch-lich empfängt. Dieser Bericht will zur besseren Verständigung beitragen.
dächtiger Personen erfolgt nur nach Rücksprache mit dem Betriebsrat. Bei der Befragung kann auch ein Mitglied des Betriebsrates zugegen sein.
Die weißen Mäuse"
Von „städtischen" Verhältnissen muß man auch bei der Verkehrsregelung auf den vielen Werkstraßen und werks-
eigenen Parkplätzen ausgehen. Schon die Tatsache, daß im Werk ebenso wie auf den
öffentlichen Straßen die Straßenverkehrsordnung gilt, gibt einen Fingerzeig, wie vielseitig die Aufgaben der Verkehrsüberwachung des Werk-schutzes sind, der „weißen Mäuse", wie sie im
Betriebsmund heißen. Ihr Augen-merk richtet sich auf die Fahrgeschwin-digkeit, andere Verkehrsvorschriften und ebenfalls darauf, daß nicht an ver-botenen Stellen geparkt wird. Aber auch die
Aufnahme von Verkehrsunfällen, die immer wieder im Werksbereich vorkom-men, gehört zu den Aufgaben der Ver-kehrsüberwachung. Ebenso muß auf den außerhalb des Werkes liegenden Pkw- und
Omnibus-Parkplätzen nach dem Rechten gesehen werden. Aller-dings kann die Verkehrsüberwachung nicht überall zur gleichen Zeit sein. Außerdem muß dafür gesorgt werden, daß die notwendigen
Verkehrszeichen angebracht oder aufgestellt werden. Und wenn die Situation es erfordert, stehen vor und nach den Schichten oder bei besonderen Anlässen
Verkehrsposten
Das Protokollieren von Verkehrsunfällen auf dem Werksgelände gehört ebenfalls zu den Aufgaben der Verkehrsüberwach-ung des Werkschutzes. Bei der Aufnahme eines Unfalles erkennt man hier die Mitarbeiter H. Fuhrmann und H. Gergen.
Auch die Rüsselsheimer Taxifahrer wissen die Zuverlässigkeit und den Komfort von Opel-Fahrzeugen zu schätzen. Sie fahren - wie
könnte es in der Opel-Stadt anders sein - zum allergrößten Teil einen Wagen aus unserem Haus. Auf dem kürzlich auf dem Marktplatz gemachten Bild haben sie ihre Wagen zu einer Gesamtaufnahme
postiert.